7. Internationale Konferenz der Freundeskreise von Givat Haviva vom 18. bis 20.9.2015 in Berlin

Die Internationale Freundeskreiskonferenz von Givat Haviva steht dieses Jahr unter der Schirmherrschaft der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin, Frau Malu Dreyer. Die Freundeskreistreffen finden alle zwei Jahre statt, immer im Wechsel: ein Jahr in Israel und das nächstemal im Land eines Freundeskreises von Givat Haviva. Es ist das erste Mal, dass die Freundeskreiskonferenz in Berlin stattfindet. Die letzte Internationale Freundeskreiskonferenz in Deutschland fand 2005 in Mainz statt.

Diesmal werden Delegationen aus allen sechs aktiven Freundeskreisen kommen: aus den USA, aus Frankreich, den Niederlanden, der Schweiz, Österreich und Deutschland.

Die Delegation aus Israel ist mit fünf Teilnehmern nicht nur recht groß, sondern mit dem Direktor von Givat Haviva, Herrn Yaniv Sagee und mit Herrn Itamar Shveika, dem Geschäftsführer der Stiftung Havatzelet, dem Träger von Givat Haviva, auch sehr hochrangig besetzt.

Das Ziel der Konferenz ist es, die Verbindungen zwischen den Freundeskreisen und Givat Haviva Israel zu vertiefen. Das bedeutet, dass wir uns einerseits über die Aktivitäten der Freundeskreise und von Givat Haviva in Israel gegenseitig informieren, aber auch, dass wir eine kritische Außensicht auf die Programme und Projekte von Givat Haviva in Israel werfen.

Denn wir als Freundeskreise sehen unsere Aufgabe darin, die Arbeit, die Givat Haviva in Israel auf dem Gebiet der jüdisch-arabischen Verständigung leistet, bekannter zu machen und potentielle Unterstützer von der Wichtigkeit dieser Arbeit zu überzeugen. Dafür müssen wir die aktuellen Projekte von Givat Haviva gut kennen, und wir brauchen überzeugende Beispiele für gelungene und nachhaltig wirksame jüdisch-arabische Gemeinschaftsprojekte.

Daher werden wir auf der Konferenz auch ausführlich über das neue Flaggschiff-Projekt von Givat Haviva sprechen: Das Shared Communities Programm. Der neue Ansatz dieses Programms liegt darin, dass hier zwei Kommunen in Israel, die zwar dicht beieinander liegen, aber weil die eine arabisch und die andere jüdisch ist, bisher nichts miteinander zu tun hatten, zusammengebracht werden und zwar zur Lösung eines Problems, das beide Kommunen betrifft: z.B. die Renaturalisierung eines Flusses, der durch beide Kommunen fließt und völlig verdreckt ist.

Dieser innovative Ansatz hat Givat Haviva jetzt weit über die Grenzen von Israel hinaus bekannt gemacht, so dass bei der im Mai 2015 stattgefundenen driiten Shared Societies-Konferenz über 400 Teilnehmer aus aller Welt, darunter auch mehrere Knessetmitglieder, eine Vertreterin der israelischen Regierung sowie der Staatspräsident, Reuven Rivlin, als Keynote Speaker anwesend waren.

Wir freuen uns sehr, dass zwei Bürgermeister aus zwei Shared Communities Gemeinden in diesem Herbst den Menschenrechtspreis der Friedrich-Ebert-Stiftung erhalten werden, stellvertretend für alle Menschen, die an diesem Programm  teilnehmen.

Wir sind der rheinland-pfälzischen Landesregierung sehr dankbar, dass wir unsere Konferenz in den repräsentativen Räumen der Landesvertretung in Berlin abhalten können.

Die Pressemitteilung können Sie hier herunterladen.

Freundeskreis Konferenz Pressemitteilung