Givat Haviva reagiert mit Bestürzung auf den Anschlag auf eine Synagoge in Jerusalem

Mit großer Bestürzung haben wir, die jüdischen und arabischen Mitarbeiter Givat Havivas die Nachricht von einem neuerlichen Terroranschlag in Jerusalem aufgenommen. Gestern morgen wurden die Betenden der Kehilat Bnei Torah-Synagoge im Stadtteil Har Nof Opfer eines bösartigen Angriffs: Vier Mitglieder der Gemeinde sowie ein Polizist kamen bei diesem Anschlag ums Leben. Mit ganzem Herzen drücken wir den Angehörigen der Opfer unser Beileid aus. Den zahlreichen Verletzten wünschen wir eine schnelle und vollständige Genesung!

Wir sagen mit aller Deutlichkeit: Es gibt keine Rechtfertigung für diese ruchlosen Angriffe auf Zivilisten und insbesondere nicht auf Orte des Gebetes – seien es Moscheen, Kirchen oder Synagogen!

Die politischen Führer beider Seiten fordern wir auf, die Situation nicht noch mit weiteren Ausfällen anzuheizen und alles dafür zu tun, die neuerlich in Gang geratene Spirale aus Gewalt und Gegengewalt zu stoppen und eine drohende Ausweitung der Krise zu verhindern.

Wir erwarten von den politischen Führern ein hartes Durchgreifen gegen den Terror, erwarten aber auch gleichzeitig, dass sie mit all ihrer Macht auch auf den Pfad der Aussöhnung und der Suche nach Frieden zurückkehren. Zuviel Schmerzen, Leid und Verluste hat der israelisch-palästinensische Konflikt bereits mit sich gebracht. Wer weiter versucht, diesen Konflikt lediglich zu verwalten oder zu kontrollieren, der wird noch viele weitere Blutbäder ertragen müssen.

Eine einvernehmliche Beilegung des Konflikts ist nach wie vor möglich. Wir müssen zurückfinden zum Pfad des Kompromisses und der konstruktiven Lösungen. Genug mit dem Blutvergießen! Zurück zur Suche nach Frieden und der Zuversicht in eine neue, gemeinsame Ära.

Givat Haviva, 18. November 2014

Yaniv Sagee, Generaldirektor Givat Haviva

Riad Kabha, Direktor jüdisch-arabisches Zentrum für denm Frieden in Givat Haviva

Mohammad Darawshe, Direktor Shared Living Programme Givat Haviva