Ausstellung von Givat Haviva in Essen eröffnet

Am 4. September wurde unsere Ausstellung „Schau mich an“ in der Alten Synagoge in Essen eröffnet. Der Anlass, warum es Herrn Uri Kaufmann, dem Leiter der Alten Synagoge, so wichtig war, die Ausstellung jetzt zu zeigen, war allerdings bedrückend: auch hier in Essen kam es nach Ausbruch des jüngsten Gazakrieges zu gewalttätigen Ausschreitungen gegenüber jüdischen Einrichtungen und auch die Alte Synagoge wurde bedroht und konnte nur durch einen großen Polizeieinsatz geschützt werden.
Die Ausstellungseröffnung war gut besucht und das profunde Referat von Torsten Reibold über die Geschichte von Givat Haviva und ihre jetzige Situation, immer vor dem Hintergrund der aktuellen israelischen Politik, wurde mit großem Interesse aufgenommen, wie die vielen Fragen und Statements danach zeigten.
Wie immer konnten wir neue Kontakte knüpfen und alte wieder auffrischen. So hatte Herr Dr. Schweitzer, Leiter des kommunalen Integrationszentrums in Essen, vor einigen Jahren einen Jugendaustausch mit Givat Haviva in Israel organisiert und zeigte großes Interesse daran, das noch einmal zu wiederholen. Teilnehmer einer Studienreise der Alten Synagoge nach Israel und Givat Haviva im Oktober letzten Jahres kündigten an, dass sie sich für 2 runde Geburtstage statt Geschenke Spenden für Givat Haviva wünschen.
Im Hinblick auf die antisemitischen Ausschreitungen in den letzten Monaten in Essen bietet der Leiter der Alten Synagoge, Herr Kaufmann, ein Seminar für Essener Lehrkräfte an, in dem sie Hilfe bekommen, wie sie dem alltäglichen Antisemitismus unter ihren Schülerinnen und Schülern, und hier noch einmal besonders unter den muslimischen Jugendlichen, begegnen können. Für Uri Kaufmann war es sehr wichtig, unsere Ausstellung in dieses Seminar mit einzubeziehen.
Die Ausstellung wird noch bis Ende Oktober in der Alten Synagoge in Essen zu sehen sein und dann weiter nach Meschede „wandern“, wo sie am 7.11. in der Sparkasse eröffnet wird.

Den Vortrag von Torsten Reibold können Sie hier herunterladen:

Torsten Reibold, Rede Alte Synagoge Essen, 4.9.2014