Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Kraft zu Besuch in Givat Haviva

Ministerpräsidentin Kraft zu Besuch in Givat Haviva

Ministerpräsidentin Kraft (Mitte) und Christina Rau (rechts) zu Besuch in Givat Haviva

Die über eintausend Trommeln hämmernden, Trompeten blasenden, singenden und tanzenden Jugendlichen – Juden Christen, Drusen, Moslems – die in organisiertem Chaos auf den weitläufigen Rasenflächen des Campus von Givat Haviva Campus herumtollten hätten kein passenderer Willkommensrahmen für den Besuch der nordrhein-westfälischen Ministerpräsidentin Hannelore Kraft sein können, der in der letzten Woche stattfand.

Frau Kraft traf am 6. März an der Spitze einer Delegation von Vertretern der jüdischen Gemeinden, Gewerkschaftlern, Erziehern, Ministeriumsmitarbeitern und Journalisten zu einem Besuch in Givat Haviva ein. Ebenfalls in der Delegation und ein ganz besonderer Gast war Christina Rau, die Witwe des 2004 verstorbenen ehemaligen Regierungschefs von Nordrhein-Westfalen und Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland, Johannes Rau, der bis zu seinem Tode ein enger Freund Givat Havivas und seiner Arbeit sowie Träger des Haviva-Reik-Preises war.

MP Kraft 6-3-2014 (180)Der Besuch der Ministerpräsidentin stand unter dem Vorzeichen des internationalen Frauentages und so berichteten Yaniv Sagee, der Direktor Givat Havivas und Anhar Masawri, die Direktorin Noa/Nuha Frauenzentrums in Givat Haviva ihren Gästen über die gegenwärtige Situation von Frauen in der jüdischen und arabischen Gesellschaft Israels und über die aktuellen Projekte Integration und Verbesserung des politischen und gesellschaftlichen Status´ von Frauen in – vor allem arabischen – ländlichen Gemeinden in Israel. Aber auch das Computer- und Multimedia-Labor, das speziell für die Arbeit in Frauenprojekten eingerichtet und mit Landesmitteln gefördert wurde, fand die Beachtung der Regierungschefin. Hier unterhielt sich die Delegation auch ausführlich mit Teilnehmerinnen eines Kurses für politisches Empowerment sowie mit der Beauftragten für arabische Fragen im Kompetenzteam für Frauenpolitik der israelischen Regierung.

Den Abschluss des Programmes bildete ein Besuch in der Stadt Kfar Kara, die Teilnehmerin an Givat Havivas Flaggschiffprogramm Shared Communities ist und zur Zeit auch, unter Vermittlung Givat Havivas eine Städtepartnerschaft mit der nordrhein-westfälischen Gemeinde Xanten am Niederrhein anstrebt. Bürgermeister Hassan Atamneh und die Ratsherren der Stadt begrüßten die Delegation um Frau Kraft und Frau Rau im Rathaus Kfar Karas zum Gespräch. Auch hier standen, neben allgemeinen Erörterungen zur Partnerschaft mit Xanten und Shared Communities, vor allem Fragen zur sozialen, poitischen und ökonomischen Situation von Frauen in den arabischen Gemeinden Israels sowie in Deutschland im Vordergrund.