Internationales Freundeskreistreffen in Givat Haviva

Teilnehmer/-innen der internationalen Freundeskreiskonferenz in Givat Haviva

Teilnehmer/-innen der internationalen Freundeskreiskonferenz in Givat Haviva

Vom 9. bis 12.5. trafen sich die Freundeskreise von Givat Haviva aus aller Welt in Israel, um über die laufenden Projekte und über die Zukunft Givat Havivas zu beraten. Ein Bericht von Friedel Grützmacher:

Konferenz “Shared Communities”

Am ersten Tag, dem  9.5. nahmen wir an der Konferenz  „Shared Communities“ teil, die auf dem Campus von Givat Haviva ausgerichtet wurde. Givat Haviva beteiligt sich seit 3 Jahren mit einer arabischen und einer jüdischen Kommune an diesem Programm und hat damit einen ganz neuen Weg gefunden zu dem übergreifenden Ziel, Frieden und Verständigung zwischen Juden und Arabern zu ermöglichen.
Der Andrang von weiteren Kommunen, an diesem Programm teilzunehmen, ist immens: 13 Städtepaare haben ihr Interesse an einer Teilnahme bekundet. Aber leider kann Givat Haviva auf Grund der finanziellen Situation nur höchsten zwei weitere Städtepaare aufnehmen.

Internationale Konferenz der Freundeskreise

Deutsche TeilnehmerInnen in der Hilde Domin Ecke in der Bibliothek in Givat Haviva. Friedel Grützmacher, Torsten Reibold, Andrea Kerstges, Tamina Schilling

Deutsche Teilnehmer/-innen in der Hilde Domin Ecke in der Bibliothek von Givat Haviva. V.l.n.r.: Friedel Grützmacher, Torsten Reibold, Andrea Kerstges, Tamina Schilling

Die beiden nächsten Tage, der 10. und 11.5., waren der Konferenz der Freundeskreise gewidmet. Dabei wurde sehr deutlich, wie wichtig das neue Programm „Shared Communities“ auch für die Arbeit der Freundeskreise ist. Gerade in den Ländern, in denen die Freundeskreise seit langen erfolgreich für eine Unterstützung von Givat Haviva werben, in der Schweiz und in Holland, hat der neue Ansatz, der den Focus stärker auf Aktionen vor Ort legt, für einen neuen Aufschwung bei den Spenden gesorgt.

Der neue  Direktor von Givat Haviva, Yaniv Sagi, kündigte an, zusammen mit dem Träger von Givat Haviva, Havazelet, neue Ideen für die Öffentlichkeitsarbeit und die Spendenwerbung in Israel zu entwickeln.

Am Sonntag, dem 12.5., fuhren wir zum nördlichen Ableger von Givat Haviva, der seit fast 30 Jahren in Sakhnin  in Galiläa besteht. Sakhnin ist eine arabische Stadt, die größte in Galiläa, das zu 50% von Arabern besiedelt ist. Bei einem Gespräch im College der Stadt, u.a. mit dem Bürgermeister, wurde sehr deutlich, wie wichtig Bildung auch für den arabischen Teil der Bevölkerung ist. Denn während 14,2%  der Juden unter der Armutsgrenze leben, sind es bei den Arabern 53,5%. Da das College ebenfalls großen Wert auf interkulturelle Bildung legt, gibt es hier z.B. Seminare über den Holocaust für arabische Lehrer.   

Teilnehmer/-innen der Freundeskreiskonferenz beim Besuch in Jerusalem

Teilnehmer/-innen der Freundeskreiskonferenz beim Besuch in Jerusalem

Um die Zusammenarbeit zwischen Givat Haviva Israel und den Freundeskreisen zu intensivieren, wurde zum Abschluss beschlossen, regelmäßig alle zwei Monate eine gemeinsame Internet-Konferenz zwischen den Freundeskreisen und Givat Haviva durchzuführen.