Dagmar-Schmidt-Förderpreis 2010

v.l.n.r.: Katharina Gotzler, Reinhard Schmidt und Friedel Grützmacher bei der Preisverleihung.

Am 6.11.2010 wurde in Meschede der Förderpreis der Dagmar-Schmidt-Stiftung zum zweiten Mal verliehen. Diesmal gab es 2 Preisträger.
Die eine Hälfte des Preises ging an Katharina Gotzler , die gerade ihr Studium erfolgreich mit ihrer Diplomarbeit zum Einfluss von Nichtregierungsorganisationen auf die israelische Politik abgeschlossen hat. Mit ihrem Engagement bei Givat Haviva in Israel und beim Freundeskreis Givat Haviva hier in Deutschland setzt sich Katharina schon seit einigen Jahren aktiv für die Verständigung zwischen jüdischen und arabischen Menschen in Israel ein, und mit ihrer Diplomarbeit weist sie auch nach, wie wichtig dieses zivilgesellschaftliche Engagement für den Versöhnungsprozess in Israel und Palästina ist.
In ihrer Dankesrede beschrieb Katha (so nennen ihre Freunde sie), dass Israel bei ihr sehr unterschiedliche Emotionen ausgelöst hat: so sehr sie auch mit den gleichaltrigen jüdischen Freundinnen gelacht hat, so ärgerte sie sich, wenn dieselben Freundinnen nicht verstanden, dass sie auch Kontakt zu arabischen Freundinnen hatte. Und ihr kamen die Tränen, wenn sie mit Holocaustüberlebenden geredet hat.
Wir vom Freundeskreis Givat Haviva Deutschland gratulieren Katha ganz herzlich zu diesem Preis.
Die 2. Hälfte des Preises ging an ein Projekt von Givat Haviva in Israel: „Face to Face“ (von Angesicht zu Angesicht). Die Vorsitzende des Freundeskreises Givat Haviva Deutschland, Friedel Grützmacher, nahm den Preis stellvertretend für „Face to Face“ entgegen. Das Motto der Dagmar-Schmidt-Stiftung „Verständigung fördern, Begegnung ermöglichen, Jugendliche unterstützen“ wird in exemplarischer Weise in diesem Programm realisiert. Denn nur weil den jüdischen und arabischen Jugendlichen, die an diesem Programm teilnehmen, die Begegnung mit dem anderen in Givat Haviva ermöglicht wird, kann der Boden für eine Verständigung zwischen den im Alltag verfeindeten Gruppen bereitet werden, so Friedel Grützmacher.
Das Programm „Face to Face“ ist auch deswegen so erfolgreich, weil es sehr viele Jugendliche erreicht. In diesem Jahr haben 4.000 junge Menschen daran teilgenommen. Und man kann hier auch mit wenig viel bewirken, denn die Unterstützung eines Paares, das jeweils aus einem jüdischen und einem arabischen Jugendlichen besteht, kostet genau 100€, so dass mit dem Preisgeld zwölf zusätzliche Paare unterstützt werden können.
Dafür bedankte sich Frau Grützmacher im Namen von Givat Haviva Israel sehr herzlich bei der Dagmar-Schmidt-Stiftung.