Nachrichten von den Berliner Freunden von Givat Haviva

Am 14.1. hatten die 4 Berliner Vorstandsmitglieder des Freundeskreises Givat Haviva Deutschland zu einer Veranstaltung eingeladen, in der Givat Haviva vorgestellt werden sollte und die aktualisierte deutschsprachige Version des Filmes über die Arbeit von Givat Haviva „uraufgeführt“ werden sollte.
Leider schaffte es die DVD mit dem Film nicht pünktlich zum 14.1., so dass wir auf das altbewährte Mittel der mündlichen Darstellung zurückgreifen mussten.
Nach der Begrüßung durch Friedel Grützmacher sprach Alex Elsohn darüber, dass Givat Haviva inzwischen in Israel die älteste Weiterbildungsinstitution ist, die sich der Versöhnungsarbeit zwischen Juden und Arabern widmet.
In diesem schwierigen Feld nun fast 50 Jahre standgehalten zu haben, erfordert eine ständige Bereitschaft, Altes über Bord zu werfen und Neues zu probieren. Dazu kommen natürlich noch die äußeren Umstände, sprich die oft sehr schwierige politische Lage, z.B. zu Beginn der 2. Intifada, aber auch solche innenpolitischen Ereignisse wie der 9wöchige Lehrerstreik am Anfang des letzten Schuljahres, wodurch das Schülerprojekt „Kinder lehren Kinder“ für dieses Jahr fast komplett ausfällt: schlecht für die Kinder, die nun nicht in den Genuss dieses intensiven und sehr erfolgreichen Programms kommen, aber auch schlecht für die Lehrerinnen und Lehrer in Givat Haviva, die nun ohne Arbeit dastehen. Aber auch diese Rückschläge wird das Team von Givat Haviva meistern, so Alex Elsohn.
Da der Kreis der Zuhörer nur klein war, konnten wir danach ganz gezielt auf deren Fragen eingehen. Sehr ermutigend war das Interesse der beiden Repräsentanten der Arbeiterwohlfahrt aus Waren/Müritz, die ausdrücklich gekommen waren, um eine Zusammenarbeit zwischen Givat Haviva und ihrer Institution auszuloten.
Obwohl der Abend nicht so ablief, wie wir uns das vorgestellt hatten, (s.o.), überwog am Ende doch das positive Gefühl, dass wir neue Freunde für Givat Haviva gewonnen haben.
Für die Zukunft planen wir, die Berliner Freunde und Sympathisanten von Givat Haviva, ein bis zweimal im Jahr zu kleineren Gesprächsrunden einzuladen, in denen wir die aktuelle Situation in Israel und Givat Haviva diskutieren wollen.